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11. November 2019

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Pädagogische Ziele des Waldkindergartens

Nach dem Motto "Ich schütze, was ich liebe" ist es ein wichtiges Anliegen, bei den Kindern die Liebe zur Natur zu fördern.

Dies geschieht über sinnliche Erfahrungen, Erleben des eigenen Körpers im jahreszeitlichen Wechsel der Natur und durch Erweiterung der Kenntnisse über Tiere und Pflanzen des Waldes.

Aufgrund dieser Kenntnisse und das Erleben der Naturkreisläufe entwickelt sich schon im Kindheitsalter ein Umweltverständnis und Respekt vor anderen Lebewesen.

Im Waldkindergarten lernen die Kinder einen achtsamen Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen. Sozialverhalten, körperliche und geistige Entwicklung der Kinder sowie Phantasie und Kreativität werden ideal gefördert.

Folgende Punkte werden in einem Waldkindergarten besonders gefördert:

  • Sozialverhalten

    Im Wald gibt es keinen Lärmstress wie in geschlossenen Räumen. Das mindert das Aggressionsverhalten. Konflikte können in einer ruhigen Umgebung besser ausgetragen werden.

    Da die Gruppe altersgemischt ist, können Jüngere von Älteren lernen und umgekehrt. Gerade im Wald ergeben sich häufig schwierige und herausfordernde Situationen. Nach der Devise "Gemeinsam geht es besser" helfen die Kinder sich ganz selbstverständlich untereinander.

    Der Spielraum Natur regt zum Rollenspiel an. Die Kinder entwerfen die Spielregeln und müssen vermehrt miteinander kommunizieren.

  • Umweltwissen

    Durch den täglichen Aufenthalt in "ihrem" Gelände werden die Kinder sensibilisiert für die jahreszeitlichen Veränderungen im Wald. Daraus ergeben sich Fragen zu den Geschehnissen, Pflanzen und Tieren. Die Kinder können gemeinsam mit ihren Betreuern durch direktes Erleben und Begreifen die Antworten darauf finden.

    Kinder, die eine emotionale Beziehung zur Natur aufgebaut haben, werden auch als Erwachsene die Natur schützen und dies wiederum an die nächsten Generationen weitergeben.

  • Stärkung der Muskulatur/ Schulung des Gleichgewichtssinnes

    Die Kinder sind viel in Bewegung. Sie klettern, rollen, balancieren, rutschen und springen. Dabei müssen sie mit den verschiedensten Untergründen und Gegebenheiten wie Hügeln und Mulden, Baumwurzeln, Matsch, Schnee, usw. klarkommen. Das fördert Ausdauer, Geschicklichkeit und Kraft.

  • Abhärtung

    Die erholsame Umgebung und das draußen sein bei Wind und Wetter stärken die Abwehrkräfte und kräftigen das Immunsystem. An fallende Temperaturen und nasskalte Witterung gewöhnen sich die Kinder schnell.

    Die Ansteckungsgefahr bei Erkrankungen ist geringer, weil frische Luft keimärmer ist.

  • Gemüt

    Die Stille des Waldes in sich aufnehmen, dem Zwitschern der Vögel lauschen, die verschiedenen Farben und Gerüche des Waldes wahrnehmen. All das schafft eine tiefe Entspannung und innere Zufriedenheit.

    Aber auch dem Bewegungsdrang nachgehen, toben, matschen. Schlicht und einfach Kind sein dürfen macht ausgeglichen und glücklich.

    Beim gemeinsamen Durchstreifen der Wälder und Wiesen wird die Abenteuerlust der Kinder befriedigt.

  • Förderung von Phantasie und Kreativität

    Der Wald bietet aufgrund seiner Struktur schier unerschöpfliche Möglichkeiten zum Spielen und Entdecken. Das für das freie Spiel benötigte Material muss erst gesucht und seiner Funktion neu zugeordnet werden. So sind die Kinder gezwungen ihre Phantasie zu nutzen, die Kreativität wird in hohem Maße gefördert.

  • Stärkung des Selbstbewusstsein

    Das Überwinden von Hindernissen - anfangs schwierig erscheinenden Situationen - schafft bei den Kindern Erfolgserlebnisse. Beim Herstellen von Bastelarbeiten mit Werkzeugen wie Schnitzmesser, Hammer und Säge (natürlich unter Aufsicht) entstehen kleine Kunstwerke, auf die die Kinder richtig stolz sein können.

  • Feinmotorik

    Beim Basteln mit Naturmaterialien sowie beim Umgang mit Pflanzen und Kleintieren ist Fingerspitzengefühl gefragt. Schließlich soll der kleine Käfer, der gerade beobachtet wird, ja nicht zerquetscht werden!

  • Individuelle Förderung

    Bedingt durch eine kleine Gruppe von maximal 20 Kindern bleibt den Betreuern genug Zeit auf Wünsche, Anforderungen und Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen.